Kirchenvorstandsmitglieder starten Verkaufsaktion, um den Austausch der Naturschindeln an Ginsheimer Kirche zu unterstützen.

Von Ulrich von Mengden

 

Helga Schmidt, Karin Langendorf und Elke Mentz (von links) vom Kirchenvorstand wollen mit dem Verkauf von Gartenkräutern zur erforderlichen Dachsanierung der evangelischen Kirche in Ginsheim beitragen. (Foto: Ulrich von Mengden)

GINSHEIM-GUSTAVSBURG – Dachkräuter sind nicht zwangsläufig Pflanzen, die zur Begrünung von Dachflächen dienen. Bei der evangelischen Kirchengemeinde in Ginsheim sollen Gartenkräuter dazu verhelfen, Geld zur notwendigen Sanierung des Kirchendaches zu beschaffen. Deshalb heißen sie „Dachkräuter“. Mit dem Verkauf von Kräuterpflanzen im Topf wollen Helga Schmidt und Elke Mentz aus dem Kirchenvorstand dazu beitragen, dass das Dach des Gotteshauses auf dem Damm saniert werden kann.

Schon 2016 hatten Experten darauf verwiesen, dass die Naturschindeln der 1746 errichteten Kirche dringend ausgetauscht werden müssten. „Der Pfarrer findet ab und zu eine Schindel in seinem Garten“, bekräftigt Kirchenvorstandsvorsitzende Karin Langendorf die Dringlichkeit. Die Befestigungsnägel seien verrostet, sodass sich Schindeln lösen und herunterfallen können.

Die Dacheindeckung stammt noch aus dem Jahr 1951, als die Kirche nach einem Bombenschaden aus dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Inzwischen sorgen Kletterer einer Spezialfirma einmal jährlich dafür, dass gelöste Schindeln entnommen werden, um eine Gefährdung auszuschließen. Mit einem sechsstelligen Betrag für die Neueindeckung des Daches müsse auf alle Fälle gerechnet werden, heißt es in einem ersten Gutachten.

SPENDEN

Helga Schmidt (06144-32 27 8) verkauft „Dachkräuter“ und informiert zu Spendenmöglichkeiten.