Geistlicher Impuls zum Sonntag – 3. Mai 2020

Zu diesem Sonntag wollte ursprünglich Prädikant Fritz Radlinger aus Raunheim den Gottesdienst in Ginsheim mit der Gemeinde feiern. – Seine Predigt stellt er zur Verfügung – ergänzend hier noch zwei Gebete und zwei Lied-Texte:

Großer Gott,
wie geht es weiter?
Wie kann es weiter gehen, damit alles einen guten Weg findet –
das Leben und das Arbeiten, die Familie und alles Miteinander?
Wir bitten dich, Gott,
schütze uns geleite uns.
Nimm uns alle Angst
und zeige uns Wege,
die dem Leben aller und allem
und deinem Frieden dienen.
Amen.

Lied:  EG 324 Ich singe dir mit Herz und Mund

1. Ich singe dir mit Herz und Mund,

Herr, meines Herzens Lust;

ich sing und mach auf Erden kund,

was mir von dir bewusst.

2. Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad

und ewge Quelle bist,

daraus uns allen früh und spat

viel Heil und Gutes fließt.

3. Was sind wir doch? Was haben wir

auf dieser ganzen Erd,

das uns, o Vater, nicht von dir

allein gegeben werd?

8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,

bleibst immer fromm und treu

und stehst uns, wenn wir in Gefahr

geraten, treulich bei.

13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring

und habe guten Mut!

Dein Gott, der Ursprung aller Ding,

ist selbst und bleibt dein Gut.

 

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,

dein Glanz und Freudenlicht,

dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,

schafft Rat und lässt dich nicht.

15. Was kränkst du dich in deinem Sinn

und grämst dich Tag und Nacht?

Nimm deine Sorg und wirf sie hin

auf den, der dich gemacht.

16. Hat er dich nicht von Jugend auf

versorget und ernährt?

Wie manches schweren Unglücks Lauf

hat er zurückgekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn

in seinem Regiment,

nein, was er tut und lässt geschehn,

das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so lass ihn ferner tun

und red ihm nicht darein,

so wirst du hier im Frieden ruhn

und ewig fröhlich sein.

 

Text: Paul Gerhardt 1653

Melodie: Nun danket all und bringet Ehr (Nr. 322)

Satz: Johann Crüger 1653

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus

Liebe Gemeinde , ich weiß nicht , was ihnen durch den Kopf geht, wenn sie das Wort bleiben hören. Wir mussten und müssen es immer noch hören in diesen Wochen “bleiben sie zu Hause“. Ja das Wort bleiben hat einen zwiespältigen Charakter, so meine ich. Einerseits schränkt es uns ein, wir müssen zu Hause bleiben. Ich hörte auch einst von Lehrern zu Mitschülern den schlimmen Satz, Du musst sitzen bleiben. Polizisten rufen manchmal: Stehen blieben oder ich schieße. Und ein Mann hat mir einmal traurig gesagt, dass ihn sein Vater nicht den Beruf erlernen lassen wollte, den er sich wünschte und sagte deshalb zu ihm: Schuster blieb bei deinen Leisten. Ja so kann das Wort bleiben einschränkend sein.

Aber es gibt andererseits auch positives zum Wort bleiben:
vielleicht ist es Ihnen bei einem Besuch schon einmal so gegangen: Sie wollten endlich wieder gehen, aber der Besuchte bat sie: ach bleiben sie doch noch ein bisschen da, es ist doch so schön mit Ihnen Zeit zu verbringen – nun sie ließen sich überreden und blieben da und es war schön.  Beieinander bleiben ist eine gute Sache und  sich und anderen treu bleiben auch. Aber vielleicht haben sie auch das schon mal gehört, dass jemand zu ihnen sagte: Mensch an der Sache musst Du dranbleiben, da darfst Du nicht nachlassen.

Mit dem Bleiben kann es also so und so sein mal weniger schön – aber auch gut und schön.

Mit all diesen Gedanken über das Bleiben möchte ich Ihnen den heutigen Predigttext vorlesen. 7 mal kommt in unserem Text das Wort bleiben vor.

Johannesevangelium

Kapitel 15, Verse 1-8, da sagt Jesus zu seinen Jüngern in seinen sogenannten Abschiedsreden:

Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringt wird er wegnehmen; und eine jegliche die da Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.

Bleibet in mir, und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wer in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt und es wird euch widerfahren.

Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Soweit unser Predigttext.

Nun welches Bleiben ist hier gemeint? Ein schweres Bleiben oder ein schönes Bleiben? Wir werden sehen.

In vier Schritten ist unser Text gegliedert.

1. An der Quelle bleiben

Darum geht es zuerst. Jesus sagt diese Worte zu niemand anders als zu seinen Jüngern. Und ich nehme an, dass wir ja auch zu Jesu Nachfolgern und Nachfolgerinnen gehören wollen, sonst wären wir ja heute nicht hier. Daher sind diese Worte auch für uns unendlich wichtig. Jesus spricht diese Worte zu seinen Jüngern im Johannesevangelium in seinen sogenannten Abschiedsreden vor seinem Tod. Da spricht Jesus in eine Situation hinein, die für die Jünger unendlich wichtig war. Abschied bedeutet ja – nicht zu bleiben. Abschied bedeutet Trennung. Aber Jesus deutet schon an, dass es nicht bei der Trennung bleiben wird.

Es ist ein eindrückliches Bild vom Weinstock und den Reben. Uns ist dieses Bild ja nicht fremd, denn auf der anderen Rheinseite da gibt es viele Weinstöcke und auch Reben dran. Was wäre ein Weinstock ohne Reben und eins ist auch klar, wenn aus einer Rebe etwas werden soll, dann muss sie am Weinstock bleiben, dann muss sie an der Quelle bleiben. Daher ist das Bleiben hier nicht etwas Schwieriges, wie ich es vorhin andeutete – sondern eben ein an der Quelle dran bleiben. Und diese Quelle, dieser Weinstock gibt, wenn die Rebe und wir dran bleiben, Kraft, gibt Energie, gibt Mut und Trost, Zuversicht, Hoffnung und Tatkraft. Wer an dieser Quelle dran bleibt, wird belebt, gekräftigt wie nach einem Trunk Quellwasser nach langer Wanderung und Anstrengung.

 Und diese Quelle, die kraftspendende Weinstock für uns Reben im Bild gesprochen, ist niemand als Jesu Christus allein, die Kraftquelle für unser Leben in schönen wie in schweren Tagen.

 

2. Daher Punkt zwei im Text heißt dran bleiben: Bleibet an mir sagt Jesus zu seinen Jünger und sagt es auch zu uns.

Ich wünsche Euch liebe Gemeindeglieder in Ginsheim und auch mir selbst, dass wir miteinander immer zu dieser Quelle kommen, dass wir wie die Reben fest mit dem Weinstock verbunden sind und dran bleiben und dass die die Lebenssäfte und Lebenskräfte aus dem Weinstock Jesus Christus in uns hineinfließen Tag für Tag.

Wie geht das konkret und in der Wirklichkeit?

Wieder sind drei Dinge wichtig, so meine ich es. Wir brauchen das Wort Gottes, wie das Brot zum Leben, wir brauchen das Gebet, das Atemholen der Seele, wie es mal einer gesagt hat und wir brauchen die Gemeinschaft unter uns Christinnen und Christen, dass wir nicht vereinsamen und alleine bleiben.

Vielen fällt das Bibellesen schwer, manches ist ja auch nicht so leicht zu verstehen. Es muss ja auch nicht immer ein langer Text sein, es genügt manchmal schon e i n Bibelwort oder zwei oder drei. Ich hab dazu Hilfen mit drei Bibelworten für jeden Tag, viele von Euch oder vielleicht sogar alle kennen das Losungsbuch,

da steht für jeden Tag ein Wort Gottes für den Tag und ein so genannter Lehrtext. Ein Wort für den Tag also, das uns begleiten will, bei allem, was wir tun. Der Graf Zinzendorf hat seiner Brüdergemeinde in Herrnhut morgens bei der Morgenandacht jeweils die Losung und den Lehrtext zugerufen als Wegweisung für den Tag. Daraus ist dann später das Losungsbuch entstanden.

Ich hab auch noch einen Abreißkalender hier in Buchform in dem ein Bibelwort für jeden Tag ausgelegt und erklärt wird. Das alles kann man in ca 10 Minuten lesen und dann noch ein Gebet sprechen. Zuerst kann man mit Dank anfangen für den neuen Tag und dann mit Bitten für alles, was an dem Tag ansteht und auch für unsere Lieben, die noch voll in Arbeit stehen oder in die Schule gehen, für die die krank sind kann man bitten und auch für unsere Gemeinde hier und für vieles mehr. Der Apostel ermahnt seine Mitchristen in seinen Briefen: lasset Eure Bitten im Gebet und Flehen vor Gott bringen. Das gibt innere Ruhe und Geborgenheit. Und dann ist außer Gottes Wort und Gebet noch die Gemeinschaft unter uns Christen nötig. Gemeinschaft stärkt uns vor dem allein sein allein sein macht oft traurig und ist langweilig. Gemeinschaft im Gottesdienst ist nötig und auch an den Wochentagen, in Gemeindegruppen und wir können uns auch geneseitig mal anrufen und uns austauschen im Gespräch und dann gibt es auch noch die Tischgemeinschaft im heiligen Abendmahl. Von den ersten Christen in Jerusalem heißt es in der Apostelgeschichte: Sie blieben beständig  in der Apostel Lehre ( also dem Wort Gottes) im Brotbrechen (gemeint ist, das heilige Abendmahl) und Im Gebet und trafen sich hin und her in den Häusern zum gemeinschaftlichen Beisammensein, denn eine Kirchgebäude gab es damals nicht.  Also Punkt eins war an der Quelle bleiben


Punkt drei: Dranbleiben am Weinstock 

Bis ein neuangelegter Wingert Trauben trägt vergehen Jahre. Es braucht Wachstum und Geduld, die Trauben müssen immer wieder beschnitten werden, zu viele Blätter müssen beseitigt werden, dass die Kraft in die Trauben geht. Dürres muss ebenfalls abgeschnitten werden. Jeder Weinstock braucht Pflege der eine mehr der andere weniger.

Dranbleiben am Weinstock Jesu Christi bedeutet nicht gelangweilt dran hängen bleiben am Weinstock sondern gespannt Dranbleiben am Weinstock Jesu Christus. Das Dranbleiben am Weinstock Jesu bedeutet ein ungeheures dynamisches Dranbleiben an ihm. Da gibt es immer was zu erleben. In Jesu Worten steckt eben eine ungeheure Dynamik. Jesus sagt, wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in Euch lebendig sind, dann könnt ihr den Vater um alles bitten und ihr werdet es bekommen. Sagen wir nicht sofort: Hab ich schon ausprobiert, hat er nicht gemacht. Der gewünschte Mercedes stand nicht vor der Haustür.

Aber worum geht es denn wirklich: Wenn wir mit dem Weinstock Jesus verbunden sind und an seinem Weinstock bleiben, dann gelten für uns die Möglichkeiten, die Gott für uns hat. Und wir dürfen ihm wirklich alles zutrauen. Natürlich geht es dann nicht immer so, als wenn wir unser Geldstück in den Automaten werfen und unten kommt das Gewünschte heraus. Manchmal braucht es Geduld und dranbleibendes, anhaltendes Gebet, in das Vertrauen, dass Gott etwas bewirken kann, denken wir nur an unsere Jahreslosung. Gott und Jesus stärken unser Vertrauen immer wieder, wenn wir an ihm bleiben. Es liegt nicht an uns – an unserem Können – wir sind nur Rebe – aber Gott kann – nicht I can but God can – denn bei Gott ist kein Ding unmöglich steht im Lukasevangelium besonders eben dann, wenn das Ding seinem Willen entspricht.  Daran sollten wir, ich und sie uns immer wieder orientieren.


Letzter Schritt: Nicht frustig sondern fruchtig bleiben. Frucht bringen

Solch ein Leben im dranbleiben an Jesu  Weinstock wie die Rebe ist nicht frustig sondern in hohem Maße fruchtig, fruchtbringend. Es ist ein fruchtig-frisches Trinkvergnügen in diesen Reben,  dieser Saft ist niemals abgestanden, sondern frisch. Fruchtig heißt: Das Leben in einer Perspektive, dass es ein gutes Ziel gibt, das Gott schon weiß, ein Leben in einer fest-bleibenden geistig-geistlichen Beziehung zu Jesus. So ein Leben ist nicht frustig, sondern wirklich fruchtig – Frucht bringend. Ein solches Leben kann Entspannung, Krämpfe lösen. Um am Bild zu bleiben: Die Rebe wächst wird gereinigt, wir wachsen und werden gereinigt, wenn wir am Weinstock Jesu bleiben und das geschieht automatisch, von selbst. Aber ohne mich, sagt Jesus – könnt Ihr Jüngerinnen und Jünger damals und heute in der Gemeinde nichts tun. Das heißt: Alle selbstangelegten Wachstumsfördermaßnahmen richten nichts aus. Alle lockeren oder verkrampften Arbeitseinsätze und Bemühungen in der Gemeinde ohne Anschluss an Jesus den Weinstock laugen früher oder später aus.

Ohne mich könnt ihr nichts tun sagt Jesus.

Nun wir können allerhand ohne Jesus tun Tag für Tag.

Unser tägliches Allerlei z.B. kochen, putzen, essen, arbeiten, spazieren gehen, uns entspannen.

Aber nur mit Ihm können wir seine Früchte bringen nur mit Ihm haben wir fruchtbringende Aussichten, nur mit ihm können wir in seinem Sinne reiche Frucht bringen. Mit ihm als Reben am Weinstock und durch ihn und in ihm dürfen wir – man solls nicht glauben – Frucht bringen, die von ihm dem Weinstock her kommt und in uns, den Reben Frucht entstehen lässt. Das ist erstaunlich und faszinierend. Wir dürfen Fruchtbringer für Gott und Jesus ein. Darüber können wir loben und danken und auch jubilieren, als Handlanger Gottes, um es in einem anderen Bildwort auszudrücken, Handlanger mit den Gaben, die wir von Gott erhalten haben und die wir  als fruchtige Reben weiter geben dürfen in der Kraft und im Geist Jesu zuallererst an unsere Mitgeschwister im Glauben  und auch an andere Menschen.

Ohne ihn werden wir vom Weinstock weg genommen als nicht fruchtbringend, sind wir für Jesus keine Fruchtbringer.

Mit dem Stichwort Frucht ist nicht das gemeint, was man manchmal bei Jubiläen oder  bei Nachrufen über einen Menschen gesagt wird: Mühe und viel Arbeit hat er oder sie gehabt und viel geleistet im Leben, das oder jenes wurde durch die genannte Person aufgebaut.

Das alles sind vielleicht Blätter, die wir so hervorbringen aber nicht Früchte in Jesu Sinn.

Letzte Frage: Wie erkennt man geistliche Frucht, die von Jesu her kommt?

Der Apostel Paulus zählt in seinem Brief an die Galater in Kleinasien  einen ganzen Früchtekorb voller Früchte des Geistes auf: Er nennt  Liebe, Friede, Freude, Geduld, Güte, Glaube, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Diese Früchte sind nicht eigenes Rankenwerk, sondern aus Christus, dem Weinstock aus seine Reben herausgewachsen, aus seinem Geist, ohne den wir nichts tun können.

Ja lassen wir uns von Christus dem Weinstock von seinem Geist als seine Reben auch veredeln?

Die Frucht von der Jesus spricht, dient nicht unserer Verherrlichung. Die geistlichen Früchte, die Paulus aufzählt, sind nicht die Lorbeerkränze mit denen wir uns oft selbst gern schmücken. Diese Früchte dienen der Verherrlichung Gottes in der Welt. Jesu meint das stille oder offenbare Wirken eines Menschen in dem Sinne, die Gott einmal zu Abrahm gesagt hat: Ich will Dich segnen und du sollst ein Segen sein.

Frage: Wie viele Menschen glaubten, hofften , liebten leichter dadurch, dass es mich , dass es Euch gab? Wie vielen Menschen durften w i r zum Segen werden? Wie viele Menschen haben wir im Geiste Gottes gesegnet und für sie gebetet und sind im Geiste Christi für sie da gewesen und haben uns um sie im Geiste Jesu gekümmert?

Durch das „an Jesus, dem Weinstock bleiben“ dürfen wir den Fruchtsaft  Jesu selbst genießen und dann diesen Fruchtsaft in seinem Geist auch weitergeben und für Menschen zur Gottesfrucht werden.  An der Quelle blieben, dranbleiben am Weinstock Jesu und durch seine Kraft und seinen Geist zur Frucht für die Welt und die Menschen werden. Welch ein Vorrecht ist das.

Zum Schluss ein Gebet in Gedichtform:

Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du,

daran wir wachsen, leben und bringen Frucht dazu.

Hilf, dass wir an Dir bleiben und wachsen immer mehr,

dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr.

Und der Friede Gottes, der all unser denken übersteigt, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, dem Weinstock.

Amen.

Gebet:

Großer Gott,

ich bitte dich für alle Menschen, die Krank sind, die eine unheilbare Krankheit haben, die mit dem Tod ringen: sei du bei ihnen mit deinem Licht und deiner Kraft.

Ich bitte dich für alle Menschen, die Angst haben, die einsam sind, die in diesen Zeiten von Not und Armut betroffen sind: zeige ihnen deine Güte – auch durch mich.

Ich bitte dich für alle, die politische Verantwortung tragen und Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen haben: erleuchte sie mit deinem Geist, so dass sie das Wohl aller anstreben.

Amen.

Lied: EG 157 Lass mich dein sein und bleiben

Lass mich dein sein und bleiben,

du treuer Gott und Herr,

von dir lass mich nichts treiben,

halt mich bei deiner Lehr.

Herr, lass mich nur nicht wanken,

gib mir Beständigkeit;

dafür will ich dir danken

in alle Ewigkeit.

 

 

Text: Nikolaus Selnecker 1572

Melodie: Valet will ich dir geben (Nr. 523)

Andere Melodie: Ich weiß, woran ich glaube