Gottesdienst zum Mitnehmen

für den 3. Sonntag nach Epiphanias  –  24.1.2021 

 

Über den Ernst der Nachfolge

Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen

Wir lesen Psalm 139:
HERR, Du erforschest mich und kennest mich.
    Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.
   Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
   Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
   Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,
   so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –
   so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.
   Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.
   Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war,
und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und von denen keiner da war.
   Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!
Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.
   Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.
Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin,
und leite mich auf ewigem Wege.

 

Lied:  EG 70, Wie schön leuchtet der Morgenstern, Strophen 1 – 3

1) Wie schön leuchtet der Morgenstern,
voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn
die süße Wurzel Jesse.
Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm,
mein König und mein Bräutigam,
hast mir mein Herz besessen.
Lieblich, freundlich, schön und herrlich,
groß und ehrlich, reich an Gaben,
hoch und sehr prächtig erhaben.2) Du meine Perl, du werte Kron,
wahr‘ Gottes und Marien Sohn,
ein hochgeborner König!
Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum;
dein süßes Evangelium,
ist lauter Milch und Honig.
Ei mein Blümlein,
Hosianna. Himmlisch Manna,
das wir essen,
deiner kann ich nicht vergessen.3) Gieß sehr tief in das Herz hinein,
du leuchtend Kleinod, edler Stein,
mir deiner Liebe Flamme,
dass ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib
an deinem auserwählten Leib,
ein Zweig an deinem Stamme.
Nach dir wallt mir mein Gemüte,
ewge Güte, bis es findet
dich, des Liebe mich entzündet.

Text und Melodie: Philipp Nicolai (1599)

 


Wir beten

Gott, Vater im Himmel,
Du hast uns den Weg des Lebens in Deinem Sohn Jesus gezeigt.
Wir bekennen, wie schwer wir von ihm lernen und wie zögernd wir ihm nachfolgen.
Du hast uns gerufen und wir haben nicht auf Dich gehört.
Deine Herrlichkeit ist erschienen, und wir sind blind gewesen.
Deine Hand hast Du nach uns ausgestreckt, und wir sind zurückgewichen.
Wir haben viel empfangen und wenig gedankt. Erbarme dich unser!
Wie wunderbar ist es, dass Du uns vergibst und wir immer wieder einen neuen Anfang machen dürfen!
Gib uns die Kraft Deines Geistes, Dir nachzufolgen, Deinen Willen zu tun,
dass wir mithelfen, Dein Reich der Liebe auszubreiten – so wie wir es vermögen und da, wo wir leben und arbeiten.

Amen

 

Liebe Gemeinde!
„Komm, hilf mir mal beim Abtrocknen!“ sagt die Mutter zu ihrem Sohn.
„Was kriege ich denn dafür?“ fragt er zurück. – Sie kennen dieses Spiel. Es wird nicht nur zwischen Eltern und Kindern gespielt. Auch unter Erwachsenen ist es an der Tagesordnung, so zu denken und zu handeln. Wenn ich etwas tue, was ich eigentlich nicht tun müsste, wenn ich mir ein Opfer abverlange und dafür auf mein Vergnügen verzichte, dann möchte ich schon vorher wissen, was dabei für mich herausspringt: Geld, Anerkennung, Ehre oder was auch immer. Ganz umsonst- ohne Gegenleistung- mache ich nichts, sonst wäre ich ja schön blöd. “Was kriege ich dafür?“ Es ist nicht sehr fein, diese Frage zu stellen aber menschlich. Manche meinen, früher wäre das anders gewesen- besser aber das stimmt nicht! Wir Menschen waren schon immer so. Wir wollten schon immer wissen: “Was kriege ich denn dafür?“ Ich beweise es ihnen.
Schauen wir auf das Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern. Es steht im 18. Kapitel des Lukas-Evangeliums:

Petrus sagt zu Jesus: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.“ Petrus fragt nicht „Was kriege ich dafür?“ dass wir dieses Opfer gebracht haben aber es ist klar, dass er das meint. Jesus versteht das sofort. Es ist interessant, dass er nicht ärgerlich reagiert. Er sagt nicht: „Es ist unfein, so zu denken.“ Nein, er spielt das Spiel mit und sagt:

„Wahrlich, ich sage euch: Es gibt niemanden, der sein Haus verlässt oder die Eltern oder die Brüder oder seine Frau und die Kinder um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfältig wiederbekommt: Jetzt, in dieser Zeit, und später in der zukünftigen Welt bekommt er das ewige Leben.“

In unserer Sprache heißt das: Was ihr für Gott tut, tut ihr nicht umsonst. Ihr kriegt was dafür und zwar viel mehr als ihr euch träumen lasst. Gott gibt, was kein Mensch euch geben kann, das Schönste und Beste, was es überhaupt gibt: Dass ihr mit ihm im Einklang seid- geborgen für immer. Nichts kann euch von Gott trennen, auch der Tod nicht.
Unzählige Menschen haben versucht und versuchen es auch heute, so zu leben wie Jesus das wollte- haben sich um andere gekümmert, Streit geschlichtet, Kranke besucht, Geld gespendet etc. Und natürlich taucht die Frage auf: „Was kriege ich dafür?“ Da hat es – abweichend von Jesu eigener Antwort- auch viele falsche Antworten gegeben und Missverständnisse. So haben z.B. Menschen gemeint, bei Seuchen und Epidemien, wenn sie Gott große Opfer bringen, bleiben sie verschont von Krankheit und Tod. Das sind Irrwege, die unweigerlich zu großen Enttäuschungen führen müssen. Was war, wenn ich mein Vermögen der Kirche geopfert habe und ein Virus raffte mich trotzdem dahin? Unzählige Menschen sind in solchen Situationen vom Glauben abgefallen, teilweise sogar zu glühenden Atheisten geworden. Es kann gar keinen Gott geben, sagten sie. Ich habe so viel Gutes getan und was habe ich dafür gekriegt? Krankheit, Tod, Unglück! Hätte ich doch in Saus und Braus gelebt! Aber ich war ja so blöd, mich auf diesen Kuhhandel einzulassen und von Gott für mein Opfer Gutes zu erwarten!

Liebe Gemeinde! Fünf Jahre war ich Pfarrerin in einer großen Klinik in Wiesbaden. Die Mutter eines verstorbenen Kindes sagte zu mir: „Ich habe mein Kind taufen lassen. Jeden Abend habe ich mit ihm und für es gebetet. Es ist in den Kindergottesdienst gegangen und nun ist es tot? Wo ist Gottes Liebe? Wo ist der Segen, der meinem Kind bei der Taufe zugesagt und versprochen wurde? Ich kann nicht mehr beten. Ich kann nicht mehr mit diesem Gott sprechen, der uns doch angeblich in seiner Hand hält und beschützt!“
Ein anderer Patient um die vierzig sagt zu mir: „Ich bin seit zwölf Jahren Kirchenvorsteher in meiner Gemeinde. Seit Jahren leite ich einen Bibelkreis, spende jeden Monat zehn Prozent meines Gehalts für Brot für die Welt. Ich gebe mir wirklich Mühe, im Sinne Jesu zu leben. Gestern erklärte mir der Arzt, dass ich Krebs habe. Unheilbar. Ein halbes Jahr habe ich noch zu leben- sagte er. Jetzt frage ich Sie: Womit habe ich das verdient? Meine Frau, meine Kinder brauchen mich doch. Warum tut Gott mir das an?“
Kann Gott die Liebe sein, wenn er Menschen, die sich so viel Mühe geben, Jesus nachzufolgen und seinen Willen zu tun, so furchtbare Schicksalsschläge aufbürdet? Ist das der Lohn? Ist das seine Antwort auf unsere Frage: “ Was kriege ich dafür?“

Eigentlich sind wir Christ*innen ja im Großen und Ganzen nicht unbescheiden, haben ganz normale Wünsche: Dass wir keine schweren Krankheiten bekommen, ein irgendwie normales Leben führen können, einen leichten Tod haben…. Da ist nichts Unverschämtes dran zu finden. Das ist doch etwas, was uns Gott leichten Herzens schenken könnte, wenn wir uns bemühen, uns für ihn einzusetzen. Und doch geht die Rechnung oft nicht auf. Wir Christ*innen bleiben genauso wenig verschont wie Menschen, die sich keinen Deut um Gott scheren. Irgendetwas stimmt also an der ganzen Rechnung nicht!
Jesus hat seinen Jüngern nicht versprochen, dass sie von Leid verschont bleiben. Er hat ihnen versprochen, dass Gott sie vielfältig entlohnen wird für Gottes-Lohn. Ich möchte Sie mal in ein ganz anderes Bild entführen, um zu verdeutlichen, was „Gotteslohn“ heißen kann: Wir wissen heute, dass ungeborene Kinder bereits im Mutterleib ein sehr intensives und vielfältiges Erleben haben. Sie hören die Herztöne der Mutter, sie reagieren darauf, wenn die Mutter redet, lacht oder weint. Wahrscheinlich denken ungeborene Kinder auch über sich nach. Dass es ihnen gut geht, dass sie keine Angst zu haben brauchen, weil sie ja immer und überall von der schützenden Mutter umgeben sind. Keiner von uns kann sich an diese Zeit vor der Geburt erinnern. Es muss eine sehr schöne Zeit gewesen sein. Aber dann, während und nach der Geburt, stürmen so viele neue und fremde Eindrücke auf das Baby ein, dass die Erinnerung an die Zeit davor vollständig überlagert wird- so sagen die Fachleute, die sich mit diesem Thema befassen. Vielleicht gibt es aber doch ganz tief auf dem Grund unserer Seele noch Ahnungen an die Zeit im Mutterleib. So steht z.B. im Psalm 139:

„Gott, von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.“

Ich bin geborgen bei Gott von allen Seiten- ich fühle mich bei ihm so sicher wie im Mutterleib, es kann mir nichts passieren. Der Beter des Psalms fährt fort:

„Führe ich gen Himmel, so bist du, Gott, da. Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch deine Hand dort führen und deine Rechte mich halten. Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib.“

„Gotteslohn“, so wie Jesus ihn verspricht, bedeutet die Rückkehr zu einer tiefen, unzerstörbaren Einheit mit Gott- so wie ich als ungeborenes Kind eins war mit meiner Mutter. Diese Sicherheit, dieses Glücksgefühl kann ich mir mit nichts erkaufen. Keine Macht, kein Besitz verschafft mir diese Ruhe. Gott schenkt mir das. Im Weihnachtslied heißt es: „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis.“
Jesus hat damals seine Jünger weggelockt von ihrem vertrauten Beruf, von ihrem Zuhause, und sie sind mitgegangen. Er lockt uns heute genauso: „Komm, mach mit! Es gibt so viel zu tun! Ich brauche Mitarbeiter*innen! Ich brauche DICH, damit Gottes Wille geschieht – nicht nur im Himmel, sondern auch auf dieser Erde!“ Wir kennen diesen Lockruf Jesu. Aber oft haben wir Ausreden und meinen, wir kriegen nichts dafür, wenn wir versuchen, im Sinne Jesu zu leben. Es kostet nur Zeit und Kraft. Jesus sagt etwas anderes: Ihr bekommt dafür das größte Geschenk, das Gott euch geben kann und das ihr nirgendwo anders bekommt: Die Einheit mit ihm für immer- auch über den Tod hinaus, eben den Gotteslohn. Lesen wir noch einmal Jesu Worte im Original:

„Wahrlich, ich sage euch: Es gibt niemanden, der sein Haus verlässt oder die Eltern oder die Brüder oder seine Frau und die Kinder um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfältig wiederbekommt: Jetzt, in dieser Zeit, und später in der zukünftigen Welt bekommt er das ewige Leben.“

Niemand geht leer aus, der Opfer bringt und sich einsetzt für Gottes Sache. Jeder bekommt das große Geschenk, nicht nur ein paar Auserwählte. Das beeindruckt mich sehr.
Vor mir sehe ich einen sehr kranken Mann im Rollstuhl. Was kann dieser Mensch schon tun im Sinne Jesu? Ich traue ihm wenig zu. “Du Kleingläubige“, höre ich Jesus sagen. „Dieser Mensch kann genauso am Reich Gottes mitarbeiten wie ein Gesunder. Er kann Streit schlichten, er kann freundlich und liebevoll sein zu den Menschen. Er kann Freude verbreiten trotz seines Eingeschränktseins. Das ist es, was ich will. Und dafür schenkt Gott ihm den Lohn, das Einssein mit ihm. Jetzt und für alle Zeiten. Man sieht ihm an: Er hat das größte Geschenk, was ein Mensch nur haben kann. Das ist beeindruckend!“
Eine krebskranke Patientin redet mit ihren Kindern. Sie sind noch recht jung und brauchen ihre Mutter noch. Die aber weiß, dass sie nicht mehr lange leben wird. Sie sagt zu ihren Kindern: „Ihr braucht keine Angst zu haben. Ich werde nicht mehr gesund. Aber der liebe Gott wird euch helfen. Er wird immer Menschen schicken, die euch lieb haben. Auch wenn ich nicht mehr da bin.“

„Siehst du“, sagt Jesus zu mir. „Diese Frau ist eine gute Mitarbeiterin in meinem Reich. Sie tut gerade das Beste an ihren Kindern, was sie überhaupt tun kann. Sie sagt die Wahrheit und sie macht ihnen Mut. Dafür schenkt Gott ihr seinen Lohn- jetzt und für immer. Sie braucht keine Angst zu haben vor dem Sterben, weil sie weiß: Sie wird niemals aus Gottes Hand fallen und ihr Kinder auch nicht.“
Vielleicht denken Sie jetzt gerade auch über sich selbst nach, was Sie tun können. Ich frage mich das auch immer wieder. Es gibt niemanden, der ungeeignet ist, sagt Jesus. Ich brauche jeden Menschen- egal, ob alt oder jung, ob gesund oder krank, ob arm oder reich… Jede und jeder kann da, wo sie / wo er lebt, Gutes tun. Jesus lockt uns, er ruft uns. Er verspricht, dass niemand leer ausgeht. Gott zahlt sogar „übertariflich“.

Jesus hat seinen Jüngern ein Versprechen gegeben. Es gilt auch uns. Er hat nicht versprochen, dass uns Unglück und Leiden erspart bleiben. Dass wir ein gesundes und langes Leben haben. Dass wir immer im Wohlstand leben, wenn wir nach dem Willen Gottes leben. Das alles hat er auch nicht bekommen. Er war nicht wohlhabend. Er hatte kein langes Leben. Er musste früh und qualvoll sterben. Trotzdem ist er der Zeuge dafür, dass das Versprechen gilt. Er wurde von Gott nicht fallengelassen. Er blieb auch über den Tod hinaus mit Gott unzerstörbar verbunden.

Das ist auch unsere Zukunft:

Geborgen wie im Mutterleib sind wir in Gottes Hand für immer.

Amen.

 

 

Lied:  EG 621 Ins Wasser fällt ein Stein, Strophen 1 -3

1. Ins Wasser fällt ein Stein, / ganz heimlich, still und leise, / und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise. / Wo Gottes große Liebe / in einen Menschen fällt,
da wirkt sie fort, / in Tat und Wort, / hinaus in unsre Welt.2. Ein Funke, kaum zu sehn, / entfacht doch helle Flammen, / und die im Dunkeln stehn,
die ruft sein Schein zusammen. / Wo Gottes große Liebe / in einem Menschen brennt,
da wird die Welt / vom Licht erhellt, / da bleibt nichts, was uns trennt.3. Nimm Gottes Liebe an. / Du brauchst dich nicht allein zu mühn, / denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise ziehn. / Und füllt sie erst dein Leben / und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus, / teilst Liebe aus, / denn Gott führt dir die Hand.

Text: Manfred Siebald (1973)

Melodie: Kurt Kaiser (1965)

 

Wir beten:

Herr, unser Gott,
Dein Sohn Jesus hat versprochen, dass Du uns entlohnen wirst, wenn wir – so wie er- deinen Willen tun. Dass Du uns beschenken wirst, wie kein Mensch uns beschenken kann. Dass wir mit Dir eins sind jetzt und für immer.
Wir geben gerne zu, dass wir manchmal unsicher sind. Gibt es Dich wirklich?
Bist Du wirklich mit uns unzerstörbar verbunden? Wir bitten Dich: Schenk uns diese Sicherheit, die Dein Sohn uns versprochen hat.
Mache uns zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Deinem Reich. Verhindere, dass wir Ausreden gebrauchen, wir wären zu jung oder zu alt, zu beschäftigt, zu krank, zu mutlos oder was auch immer uns einfallen will. Dein Sohn Jesus hat gesagt, dass er jeden Menschen gebrauchen kann. So gib uns die Kraft, nach Deinem Willen zu leben.
Mach uns sehend, damit wir die Menschen wahrnehmen, die unsere Hilfe brauchen. Mach uns hörend, damit wir ihre Sorgen verstehen. Mach uns wach, damit wir aufpassen, wenn Streit entsteht, dass wir dann eingreifen und zu schlichten versuchen. Führe unsere Hand, dass wir vergeben und versöhnen.
Sei bei uns allezeit, was auch immer kommen mag. Amen

Amen

 

 

VATER UNSER

 

Lied:  EG 632 Wenn das Brot, das wir teilen, Strophe 1-5

1. Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfängt,
in der Liebe die alles umfängt.2. Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir …3. Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir …

4. Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir …

5. Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir ..

Text: Claus-Peter März (1981) 1985

Melodie: Kurt Grahl (1981) 1985

 

Gottes Segen für dich:

Der HERR segne dich und behüte dich;
Der HERR lässt sein Angesicht leuchten über dir und ist dir gnädig;
Der HERR erhebt sein Angesicht auf dich und gibt dir Frieden.

Amen.