Gottesdienst zum Mitnehmen

für den letzten Sonntag nach Epiphanias  –  31.1.2021

zu Maria Lichtmess (2. Februar) –

die Weihnachts-/ Epiphaniaszeit endet.

YouTube-Musik-Links eingefügt von Armin Rauch 

Musik zum Einstimmung:
„Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude“ Choralbearbeitung & Choralsatz für Orgel von Traugott Fünfgeld –Link auf www.youtube.com

Loslassen –neu anfangen

Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen

 

Lied:  EG 74, Du Morgenstern, du Licht vom Licht, Strophen 1 – 4
(Video zum Mitsingen mit Pastor Detlef Korsen –Link auf www.youtube.com)

1) Du Morgenstern, du Licht vom Licht,
   das durch die Finsternisse bricht,
   du gingst vor aller Zeiten Lauf
   in unerschaffner Klarheit auf.
2) Du Lebensquell, wir danken dir,
   auf dich, Lebend’ger, hoffen wir;
   denn du durchdrangst des Todes Nacht,
   hast Sieg und Leben uns gebracht.

3) Du ewge Wahrheit, Gottes Bild,
   der du den Vateruns enthüllt,
   du kamst herab ins Erdental
   mit deiner Gotterkenntnis Strahl.

4) Bleib bei uns, Herr, verlass uns nicht,
   führ uns durch Finsternis zum Licht,
   bleib auch am Abend dieser Welt
   als Hilf und Hort uns zugesellt.

Text: Johann Gottfried Herder (vor 1800)
Melodie: 15.Jh. Geistlich bei Nikolaus Herman (1560)


Wir beten

Loslassen müssen und neu beginnen ist uns immer wieder auferlegt. Wir spüren dann besonders, wie oft wir an unsere Grenzen kommen und so wenig selbst in der Hand haben. Das kann sehr schmerzlich sein und dennoch heilsam, um weiter ge-hen zu können, um unsere individuelle Tiefe und Weite auszuloten, um reicher zu werden an Erkenntnis und Erfahrungen, an Möglichkeiten, um diese auch anderen zuteilwerden zu lassen. Lass uns darauf vertrauen, dass Du immer bei uns und mit uns bist, dass Du uns gibst, was wir brauchen in Zeiten des Umbruchs und des Neu-anfangs; dass unser Weg letztlich bei Dir endet und einmündet in Deine ewige Liebe und Deinen vollkommenen Frieden. So gib uns auch heute die Kraft, Dir zu vertrauen und uns und unsere Lieben undalles, was an Herausforderung kommen mag, in deine Hände zu legen.

Amen

Bei allem, was kommt: Gott ist mit uns-in allen Lebenslagen ist Er unser Hirt.

Sprechen wir den Psalm 23:
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.

Dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Amen

 

Liebe Gemeinde!

In diesen Wochen des neuen Jahres entbrennt in vielen Familien eine heiße Diskussion: Wann soll der Weihnachtsbaum raus?! Bei manchen kann es gar nicht schnell genug gehen. Schon kurz nach Neujahr landet das gute Stück, kahl und ungeschmückt, draußen an der Straßenecke. Andere möchten ihn noch eine Weile behalten. „Wir haben ihn mit so viel Liebe geschmückt, ich möchte ihn noch ein wenig genießen –

Lichtmess ist doch ein guter Zeitpunkt, um ihn loszuwerden!“ 

Maria Lichtmess – früher stand das am 2. Februar rot im Kalender. Ich hörte, dass an Lichtmess in früheren Zeiten die Dienstboten gewechselt hatten. Mit dem Jahreslohn in der Tasche, verabschiedeten sie sich von ihrem Brotherrn und sind aufgebrochen, um irgendwo anders neu anzufangen. Maria Lichtmess erinnert daran, dass Maria – wie jede jüdische Mutter – vierzig Tage nach der Geburt ihres Kindes zur Reinigung in den Tempel gehen musste. Die Zeit als Wöchnerin ist vorbei, etwas Neues beginnt. Dieser Übergang soll im Tempel gesegnet werden. In unserer evangelischen Tradition wird vor allem betont, dass bei dieser Gelegenheit Maria und Josef ihr Kind Jesus in den Tempel bringen. Dort wird es vom alten Simeon in die Arme genommen. Der fromme Mann erkennt in diesem Kind den Retter Israels, das Licht der Welt. Jesus ist mehr als nur Kind seiner Mutter. Maria muss ihn hergeben, muss ihn im wahrsten Sinn des Wortes in andere Hände legen, muss akzeptieren, dass sein Weg weitergeht.

Loslassen – neu anfangen. Das ist sehr oft mit Müssen verbunden. Wir müssen uns von einem Menschen trennen, der uns lieb war. Wir müssen Kinder aus dem Haus gehen lassen und müssen erleben, dass sie ihr Leben nach anderen Vorstellungen gestalten als denen, die uns wichtig sind. Wir verlieren einen Ort, an dem wir uns geborgen gefühlt haben. Wir verlieren Fähigkeiten, auf die wir uns bisher verlassen konnten.
Wir verlieren körperliche und geistige Kräfte, die uns bisher wie selbstverständlich zur Verfügung standen. Wir verlieren eine Arbeit, die unserem Leben Sinn gegeben und geholfen hat, uns eingebunden zu fühlen in größere Zusammenhänge. Wir verlieren finanzielle Möglichkeiten, die uns eine gewisse Unabhängigkeit gestattet haben. All diese Verluste haben gemeinsam, dass wir uns, wenn wir sie erleben, nicht mehr als Herr/ Herrin der Situation fühlen können. Wir müssen etwas hergeben, was bisher selbstverständlich war. Und wir erleben, dass wir das nicht verhindern können, dass wir offensichtlich nicht die Kontrolle über unser Leben haben. Etwas verlieren, etwas loslassen oder hergeben müssen, das ist ein zutiefst verunsicherndes und bedrohliches Gefühl.

Es gibt kaum etwas anderes, was uns so viel Angst macht wie das Loslassen. Der gegenwärtige Zeitgeist macht es uns damit noch schwerer, er ja ganz auf Haben und Halten und Besitzen ausgerichtet.
Verbunden ist Loslassen auch mit der Angst vor Veränderung. Ich kenne mache Mutter, die immer noch denkt, sie sei verantwortlich für das Lebensglück ihres Kindes. Nachgefragt, wie alt das Kind sei, sagt sie „achtunddreißig Jahre“.
Und Trauernde müssen ganz langsam entdecken, was es bedeutet, dass der Verstorbene nicht mehr da ist und wie es gelingen kann, ihn dennoch nicht zu verlieren.
Was hilft einem eigentlich in solchen Situationen? Ich kenne eine Frau, die mit ihren Kindern aus einem großen Haus in eine kleinere Wohnung ziehen musste. Sie kam auf die Idee, dass es gut wäre mit den Kindern darüber zu sprechen, was ihnen allen das Haus bedeutet hatte; sich dann von diesem Haus zu verabschieden und sich zu überlegen, ob es z.B. Pflanzen gibt, die sie aus dem alten Garten in das neue Gärtchen mitnehmen wollten. Das ist ein erster wichtiger Schritt in der Kunst des Loslassens – gerade von Dingen, zu denen man gezwungen wird: Sich nochmal Zeit dafür zu nehmen, sich zu vergegenwärtigen, was man da eigentlich verliert. Es kann entlastend sein, ein Haus aufzugeben, das man sich finanziell nicht mehr leisten kann, aber man verliert zugleich einen Ort, an dem jeder Winkel vertraut war, den man nach seinen Vorstellungen gestaltet, der Schutz geboten hat und Sicher-heit und ein wichtiger Teil der eigenen Lebensgeschichte ist.

Sich bewusst zu machen, was das eigene Leben geprägt hat, was einem wichtig ist, was Spuren hinterlassen wird in der eigenen Lebensgeschichte, was man weitergeben kann oder nicht weitergeben sollte.

Manche reden von einem Verlust und betonen: Ich will aber nicht jammern….. Ich denke, dass manchmal gerade auch die Klage ein Weg sein kann, sich klar zu machen, was wirklich wichtig ist. In der Bibel ist das jedenfalls wird dieser Weg nicht selten als heilsam beschrieben.
Wenn es uns schwer fällt, Menschen, Dinge, Haltungen loszulassen, lohnt es sich danach zu fragen, was sie uns eigentlich bedeuten: Welche inneren Bilder, welche Gefühle, welche Erinnerungen damit verbunden sind. Wir können nachspüren, was davon bleibt und welche Spuren dieses Vergangene in uns hinterlässt. Es geht um Wahrnehmen und Würdigen des Vergangenen. Dann fällt es uns womöglich leichter, es loszulassen. Wie das gelingen kann? Ich möchte dazu ein paar Geschichten vom Loslassen erzählen. Allen ist gemeinsam, dass es, bevor Loslassen und Weitergehen möglich ist, eine Zeit der Auseinandersetzung mit dem Verlust und dem Vergangenen braucht.
Ich erinnere mich an eine Frau, die in einer meiner früheren Gemeinden mit einem besonderen Anliegen zu mir kam. „Ich habe in dieser Kirche geheiratet“, sagte sie. „Nun sind wir nach 30 Jahren Ehe geschieden worden, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich hier, wo wir miteinander verbunden worden sind, etwas zurückgeben will, was jetzt nicht mehr zu meinem Leben passt.“ Wir haben dann über ihre Lebenssituation geredet. Es hat sich herausgestellt, dass es nicht nur um die Trennung von ihrem Mann ging, sondern auch um den Abschied von einem Selbstbild, das für sie nun nicht mehr stimmte. Sie war einfach nicht mehr die verständnisvolle, angepasste und aufopfernde Ehefrau. Dieses alte Bild von sich selbst jedoch war zutiefst geprägt von ihrem Konfirmationsspruch, in dem für sie alles zusammengefasst schien, was sie in ihrer Erziehung über die Art und Weise, wie sie als Frau zu sein habe, erfahren hatte. Sie hat sich dann entschlossen, mir diesen Konfirmationsspruch zurückzugeben und sich einen anderen zusprechen zulassen. Dann stand sie vor mir am Altar. Sie hatte ihren alten Spruch auf ein Blatt Papier geschrieben und neben einer Kerze abgelegt. Danach sprach ich den Psalmvers, den ich ihr nach allem, was wir miteinander gesprochen hatten, für den neuen Lebensabschnitt mit auf den Weg geben wollte: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum…!“ „Ja“, hörte ich sie leise sagen.

Manche Menschen machen sich ganz buchstäblich auf den Weg, wenn sie etwas loswerden wollen. Auf dem Pilgerweg über die schottische Insel Iona zum Beispiel gibt es eine Stelle, an dem man Vergangenes loslassen und neu beginnen kann. Als Pilger wird man gebeten, Kieselsteine zu sammeln. Einer oder mehrere für all das, was wir loswerden, loslassen wollen und andere für das, was wir mitnehmen würden. Mir berichtete jemand, der dort mit einer Gruppe gepilgert war, dass manche aus der Pilgergruppe ihre Kiesel mit sichtbarer Erleichterung ins Meer wegwarfen und andere es gar nicht über sich brachten, etwas loszulassen. Sie verließen den Ort mit Taschen voller Steine, die sie gesammelt hatten.
Vielleicht, so denke ich, muss man sich mit dem, was man gerne loswerden will, erst noch eine Zeitlang beschäftigen. Diesen Stein also tatsächlich noch eine Zeitlang mit sich herumtragen. Dann aber ist es auch Zeit, für den Stein einen Platz zu finden, andem ich ihn zurücklassen kann. Eine Stelle am Wegrand, ein Fluss oder ein See – vielleicht eine Kirche… Ich lasse ihn einfach dort liegen. Er bedeutet all das, was mich belastet und was ich nicht mehr allein oder gar nicht mehr tragen will. Dann gehe ich unbelasteter weiter.
Vor einiger Zeit im Urlaub besuchte ich einen Gottesdienst, in dem die Gemeinde aufgefordert wurde, sich ein paar Tropfen Wasser in die Hand geben zu lassen und damit das Alte abzuwaschen und sich Neuem zuzuwenden. Es hatte mich sehr berührt und beschäftigt, als mir eine alte Frau hinterher erzählte, dieser Gottesdienst sei das Wichtigste gewesen, was sie in letzter Zeit erlebt hätte. „Weißt du“, hat sie gesagt, „wenn du achtzig bist, dann musst du dich auf den Himmel vorbereiten. Und der Gottesdienst hat mir geholfen, Dinge hinter mir zu lassen und neu zu beginnen.“

Und schließlich ist jedes Gebet eine Übung im Loslassen. Die Gebetswände in unse-ren Kirchen und Kapellen und die ausliegenden Bücher zum Reinschreiben sind Zeugen dafür, dass wir uns immer wieder darin üben das, was wir selbst nicht in der Hand haben oder was uns aus der Hand genommen wird, Gott hinzulegen. Auch jedes Abendgebet, ob wir es für uns allein, mit anderen oder mit den Kindern am Bett beten, ist immer wieder neu die Gelegenheit dazu, das was mich beunruhigt, loszulassen – alle Dinge, alle Menschen, auch mich selbst. In diesem Fall ist für mich nicht so wichtig, mich noch stundenlang mit dem zu beschäftigen, was ich da loslassen will. Es ist mir wichtig, die Worte zu kennen und um die tägliche, nächtli-che Gelegenheit zu wissen, dieses Loslassen zu üben. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich die Gelassenheit dann tatsächlich auch einstellt. „Alsdann flugs und fröhlich geschlafen“ heißt es in Luthers Abendsegen.

Manchmal dauert es, bis sich der Impuls zum Weitergehen einstellt. Dann sollten wir nicht ungeduldig mit uns selbst sein. Loslassen kann einen fordern, manchmal auch überfordern. Wenn man das Loslassen und Abschiednehmen selbst in der Hand hat, kann es klug sein, auf günstige Gelegenheiten zu warten: darauf zum Beispiel, dass es Menschen gibt, die meinen Schritt verstehen. Vielleicht gibt es unter ihnen welche, die ich bitten kann, mir nach einem Abschied zur Seite zu stehen und einfach auszuhalten, wie es mir dann geht. Es wäre gut, wenn wir uns nicht ganz alleine fühlen beim Weitergehen nach einer Trennung. Manchmal braucht man Menschen, die einen Trennungsschritt schon hinter sich haben, der einem selbst noch bevorsteht. Man braucht Gelegenheit, über Phantasien und Ängste, die mit einer Trennung verbunden sind, zu reden und manches in Gedanken schon mal vorwegzunehmen.

Lassen wir uns beim Loslassen nicht von anderen drängen. Jede und jeder hat ihre und seine eigene Geschwindigkeit und den eigenen Rhythmus zur Bewältigung. „Jetzt ist aber genug getrauert“, denken wir manchmal nach einem Monat oder nach einem Jahr von uns selbst oder auch von anderen. Und wir spüren doch, dass das nicht stimmt.
Doch egal, wie schnell oder langsam es vorangeht mitdem Loslassen: das Sich-Los-lassen auf etwas Größeres hin ist eine menschliche Grundsehnsucht. Ich kann mir die Bereitschaft vieler Menschen, sich auf Pilgerwanderungen zu begeben, damit gut erklären, weil sich viele nach dieser Erfahrung sehnen: Loslassen, sich Schritt für Schritt einem Weg zu überlassen, der auf ein größeres Ziel hinführt. Es sind aber nicht nur die großen Pilgerfahrten in ferne Länder, auf denen wir diese Haltung einüben können. Es sind auch die kleinen und mühsamen und unspektakulären Pilgerwege unseres alltäglichen Lebens. Manchmal hilft uns da ein Pilgersegen – wie der von der schottischen Insel Iona, mit dem ich schließen möchte:

Der Gott, der Morgen-und Abendstern geschaffen hat,

zeige uns seinen Weg.

Der Gott der stürmischen Seeund des Brotes, das nährt,

lehre uns seine Wahrheit.

Der Gott der Elemente und aller äußeren und inneren Reisen

lenke unsere Schritte auf dem Weg, den wir heute gehen.

Und der Friede Gottes sei mit euch!

Amen.

 

 

Lied:  EG 352 Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen, Strophen 1 -6
 (Video zum Mitsingen mit Pastor Detlef Korsen – Link auf www.youtube.com)

1.Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen über alles Geld und Gut.
  
Wer auf Gott sein Hoffnung setzet, der behält ganz unverletzet einen freien Heldenmut.2. Der mich bisher hat ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein.
   Der mich wunderbar geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein.

3. Sollt ich mich bemühn um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind?
   Nein, ich will nach Gütern ringen, die mir wahre Ruhe bringen, die manin der Welt nicht find’t.

4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, wenn es meinem Gott gefällt.
   Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt.

5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Zeit.
   Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muss es bleiben, wann Gott will, bin ich bereit.

6.Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn.
   Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin.

Text: Nürnberg  (1676)

Melodie: Johann Löhner (1691)

 

Wir beten:

Himmlischer Vater, Du kennst uns, du allein siehst in unser Herz und weißt, was uns bewegt. Du kennst auch unsere Ängste, wenn wir Bekanntes, Vertrautes und Liebes loslassen und uns auf Neuland begeben müssen. Durch Deinen Sohn Jesus hast Du uns gezeigt, dass Du uns nie allein lässt, dass wir immer mit deiner Kraft und Hilfe rechnen können. Hilf uns, Dir zu vertrauen. Gib uns Gelassenheit, neue Wege einzuschlagen und Offenheit, Dir dort neu zu begeg-nen mit neuen Aufgaben, die Du uns gibst, die unser Leben bereichern sollen. Lass uns zum Segen werden für Menschen, die wir begleiten können in Übergän-gen ihres Lebens.Alles, was uns bewegt, bringen wir in der Stille zu Dir………………. Herr, auf Dich vertrauen wir.

Amen

 

Wir beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

VATER UNSER

 

Lied:  EG 171 Bewahre uns Gott, Strophe 1-4
(Video zum Mitsingen mit dem Textdichter dieses Liedes Eugen Eckert –Link auf www.youtube.com)

1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen.
/:  Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen :/
2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,sei mit uns in allem Leiden.
/:  Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten :/

3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen.
/:  Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen :/

4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen.
/:  Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen :/

Text: Eugen Eckert (1985) 1987

Melodie: Anders Ruuth (um 1968) 1984, »La paz del señor«

 

Gottes Segen für dich:

Der HERR segne dich und behüte dich;
Der HERR lässt sein Angesicht leuchten über dir und ist dir gnädig;
Der HERR erhebt sein Angesicht auf dich und gibt dir Frieden.

Amen.

 

Musik zum Ausklang:
Bewahre uns, Gott
– Fassung für Blechbläser-Quintett – Link auf www.youtube.com
– Fassung für Chor und Orchester – Link auf www.youtube.com