Schutzkonzept zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

der Evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim

für Evangelische Kirche in Ginsheim und dem Platz neben der Kirche

Rheinstraße 2, 65462 Ginsheim

Dekanat Rüsselsheim-Groß-Gerau

Nach mehrwöchigem Verzicht auf Gottesdienste haben die Landesregierungen Hessen und Rheinland-Pfalz deren Wiederaufnahme ab dem 1. Mai 2020 gestattet. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland“. Zur Umsetzung und Einhaltung dieser Regeln auf Gemeindeebene beschließt der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim das folgende Schutzkonzept für seine gottesdienstlich genutzten Gebäude.

1. Prämisse

Der Kirchenvorstand ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten“ bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

2. Information

Die Wiederaufnahme von Gottesdiensten wird über die üblichen Kommunikationswege Schaukästen, örtliche Presse und Gemeinde-Homepage angekündigt.

Mitgeteilt werden für diese Predigtstätte:

  • Zeiten und Orte der Gottesdienste
  • Teilnahmebedingungen (u.)
  • Zulassungsbegrenzung: Es stehen in der Kirche nur 30 Plätze zur Verfügung. Auf der Empore stehen weitere 10 Plätze zur Verfügung. 
  • Hinweise zum Gottesdienstbesuch:
    • Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten
    • Eintrag in Anwesenheitslisten
    • Sitzordnung
    • Hygieneregelungen
    • Abstandsgebot
    • Kein Gemeindegesang, keine Chöre, Posaunenchöre oder Orchester.  Chorgesang und Bläserchor in kleinen Gruppen sind unter Einhaltung der Mindestabstände (siehe Punkt 9.) zulässig.  

Auch bei der Begrüßung an oder vor der Kirchentür werden die Besucherinnen und Besucher schriftlich und mündlich über die neuen Regelungen informiert.

3. Teilnahmebedingungen

Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln.

Es gilt das Abstandsgebot. Körperkontakt und physische Nähe bleiben im Kirchraum untersagt. Ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zum Sitznachbarn ist einzuhalten (s.u.).

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beim Betreten und Verlassen der Kirche ist erforderlich.

Das Gemeinde singen unterbleibt; ebenso Chorgesang und Bläserchor.

Erkrankte Personen werden gebeten, auf mediale Gottesdienste (Internet, Radio, Fernsehen) zurückzugreifen.

4. Teilnehmenden-Obergrenze

Die Zahl der Plätze pro Gottesdienst ist, abhängig von der jeweiligen Raumgröße, durch die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter zwischen den Personen, begrenzt. In der Evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim wird die Teilnehmendenzahl in der Kirche auf 30 Personen (+10 Personen bei Nutzung der Empore) ohne die Mitarbeitenden begrenzt. Ist die Obergrenze erreicht, kann kein Einlass mehr gewährt werden.

Das Betreten und Verlassen der Kirche wird geordnet organisiert. Es ist sichergestellt, dass der Abstand auch bei Ein- und Ausgang gewahrt bleibt.

In der evangelischen Kirche Ginsheim werden Sitzplätze durch Hinweise und Kissen markiert, mit entsprechendem Abstand von mind. 1,5m zur Seite sowie nach vorn und nach hinten. Personen, die zu zwei Hausständen gehören oder Gruppen bis zu 10 Personen, (Familienverbände), können zusammensitzen, verändern aber nicht die Personenobergrenze. 

Die Anzahl der Anzahl der durch Hinweise und Kissen markierten Sitzplätze überschreitet nicht die Zahl der Personenobergrenze.

Die Empore kann bei Bedarf geöffnet werden, wenn der Sitzplatz im Kirchenraum nicht ausreicht. Die Zu- und Abgänge zur Empore mit Abstand werden von den anwesenden Kirchenvorsteher*innen geregelt. Die erste Sitzreihe hinter der Brüstung darf nicht besetzt werden. Ansonsten gelten die gleichen Abstandsregeln wie im Kirchenraum. Die max. Personenzahl auf der Empore beträgt 10 Personen.

5. Anwesenheitslisten

Am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, in die die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingetragen werden. Die Listen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können; sie werden einem Monat vernichtet und bis dahin unter Verschluss verwahrt. Die Daten werden auf Anforderung nur den Gesundheitsämtern weitergegeben. 

6. Abstandswahrung

Vor der Kirchentür, im gesamten Kirchraum und im Aufgang zur Empore gilt das Abstandsgebot. Der Sitz- und Stehabstand zwischen Personen in jede Richtung beträgt 1,5 bis 2 Meter. Personen, die in einem Haushalt leben oder Gruppen bis zu 10 Personen (Familienverbände) können zusammensitzen. Es ist nicht möglich, 10er-Gruppen spontan oder durch den kirchlichen Veranstalter zu bilden

7. Hygiene

Die allgemeinen Hygieneregeln sind auch im Gottesdienst einzuhalten.

Der Kirchenvorstand sorgt dafür, dass sich am Gottesdienst Mitwirkende sowie Besucherinnen und Besucher im Eingangsbereich die Hände desinfizieren. Die Kirchengemeinde stellt dafür Desinfektionsmittel bereit. Im Gemeindehaus nebenan stehen Waschbecken in den Toiletten zur Verfügung.

Türgriffe und Handläufe werden desinfiziert. Die Räume werden vorher und nachher ausreichend gelüftet.

Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist verpflichtend, sobald der Sitzplatz eingenommen wird, kann diese abgenommen werden. Die Kirchengemeinde stellt solche Masken für diejenigen Gottesdienstbesucher bereit, die ohne Maske zum Gottesdienst kommen.

8. Heizung

Die Kirchenheizung mit Umluftbetrieb wird nur vor und nach dem Gottesdienst zur Raumaufheizung genutzt. Sobald sich Menschen im Kirchenraum aufhalten, wird die Lüftungsanlage abgeschaltet.

Die Grundtemperatur wird auf 10 °C festgelegt, für den Gottesdienst wird die Kirche auf 15 °C geheizt.

Vor und nach dem Gottesdienst wird der Kirchenraum ausreichend durchlüftet.

9. Gottesdienstablauf

Die Gottesdienste beschränken sich in der Länge auf maximal 60 Minuten.

Auf den Einsatz von Gesangbüchern wird verzichtet außer den von den Gottesdienstteilnehmenden selbst mitgebrachten. Für die übrigen Teilnehmenden werden die Texte zum Mitlesen auf Einweg-Zettel kopiert und in den Bänken bereitgelegt. Sie werden nach dem Gottesdienst entsorgt. Texte können auch über einen Beamer projiziert werden.

Von allen liturgischen Handlungen, die Berührung voraussetzen, wird im Gottesdienst Abstand genommen.

Auf Gemeindegesang im Gottesdienst wird wegen der besonders hohen Infektionsrisiken verzichtet. Möglich ist der solistische Lied- oder Musikvortrag mit entsprechender Abstandswahrung von 5 Metern zur Gemeinde. Kantoreigesang und Bläserchor in kleinen Gruppen sind im Altarraum oder auf der Empore unter Einhaltung der Mindestabstände von 3 Metern zwischen den Singenden, 2 Metern zwischen den Instrumentalisten und 5 Metern zwischen Chor/Bläserchor und der Gemeinde zulässig. Die räumlichen Gegebenheiten müssen ausreichend sein, um die Einhaltung der o.g. Abstände für die Mitglieder des Ensembles zu ermöglichen. Ausnahmen von der Abstandsregel bestehen für Angehörige eines Haushalts, die ohne Abstand zueinander spielen oder singen dürfen. Dadurch darf die Gesamtgröße des Ensembles aber nicht wesentlich erhöht werden, wegen des erhöhten Infektionsrisikos und der Verringerung der Gesamtzahl an möglichen Teilnehmenden im Gottesdienst.

Die Feier des Abendmahls wird wegen des damit verbundenen Infektionsrisikos bis auf weiteres ausgesetzt.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt und mit Einmal-Handschuhen gezählt.

Der Kirchenvorstand ernennt für jeden Gottesdienst zwei verantwortliche Personen aus dem KV oder der Gemeinde. Diese überwachen die Einhaltung der Regeln des Schutzkonzeptes. Bei Nichtbeachtung machen sie vom Hausrecht Gebrauch.

Das vorliegende Schutzkonzept wurde vom Kirchenvorstand am 18.5.2020 beschlossen und durch das Leitungsteam am 01.10.2020 nach den aktuellsten Vorgaben der EKHN angepasst.